Das vergessene Evangelium

2000 Jahre nach Jesu wird Seine eigentliche Botschaft, die die Welt in ihrem Mark erschütterte, in vielen Teilen der Welt wiederentdeckt.

Die ganze Schrift erzählt die Geschichte, wie Gott Sein Reich in der Welt errichtet.

Die Zentralbotschaft der Bibel ist nicht: „Glaube und du kommst in den Himmel.“ Dies ist nur ein kleiner Teil der wirklichen Botschaft. Die wahre und alles erschütternde Wahrheit ist: „Jesus ist König. Du kannst Teil Seines Reiches sein.“ Was meinst du, wann die Jünger geschnallt haben, um was es Jesus ging? Während Er lebte – ganz sicher nicht. Als Er gekreuzigt wurde – auch da nicht. Als Er auferstand – sogar jetzt hatten sie noch nicht den vollen Durchblick. Aber als Er erhöht wurde, in den Himmel auffuhr und dort den Platz als König einnahm – da begriffen sie, dass es um Sein Königreich ging! Und als Er in Seiner Funktion als König den Heiligen Geist sandte, da wurden sie auf ein ganz neues Level gehoben.

Wenn du jetzt meinst, dass ich übertreibe, dann lass mich kurz ein paar Bibelstellen in den Raum stellen, die belegen, was die Botschaft der Apostel war:

Apostelgeschichte 1,3:  Ihnen zeigte er (JESUS) sich nach seinem Leiden durch viele Beweise als der Lebendige und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes.

Apostelgeschichte 8,12: Als sie aber den Predigten des Philippus von dem Reich Gottes und von dem Namen Jesu Christi glaubten, ließen sich taufen Männer und Frauen.

Apostelgeschichte 19,8: Er (Paulus) ging aber in die Synagoge und predigte frei und offen drei Monate lang, lehrte und überzeugte sie von dem Reich Gottes.

Apostelgeschichte 20,25: Und nun siehe, ich (Paulus) weiß, dass ihr mein Angesicht nicht mehr sehen werdet, ihr alle, zu denen ich hingekommen bin und das Reich gepredigt habe.

Apostelgeschichte 28,23: Und als sie ihm (Paulus) einen Tag bestimmt hatten, kamen viele zu ihm in die Herberge. Da erklärte und bezeugte er ihnen das Reich Gottes und predigte ihnen von Jesus aus dem Gesetz des Mose und aus den Propheten vom frühen Morgen bis zum Abend.

Apostelgeschichte 28,30-31: Paulus aber blieb zwei volle Jahre in seiner eigenen Wohnung und nahm alle auf, die zu ihm kamen, predigte das Reich Gottes und lehrte von dem Herrn Jesus Christus mit allem Freimut ungehindert.

Jesus predigte das „Evangelium des Reiches Gottes“. »Er sagte zu ihnen: Ich muss auch den anderen Städten das Evangelium vom Reich Gottes verkünden; denn dazu bin ich gesandt worden.« (Lk 4,43)

Vor Jesus war es Johannes der Täufer, diese wandelnde Revolution auf zwei Beinen, der die anbrechende Königsherrschaft Gottes predigte. Seine Kernaussage würde heute in etwa so lauten:

Dieses Weltsystem steht unter der Herrschaft des Feindes, des Fürsten dieser Welt (Joh 12,31), des Gottes dieser Welt (2.Kor 4,4). Das religiöse System, das militärische System, das politische System, das Staatensystem, das Bildungssystem, das ökonomische System liegen noch in der Hand des Feindes. Kehrt euch weg von all diesen Systemen (der Welt). Brecht eure Kumpanei mit ihnen. Sagt euch von ihnen los und fangt einen neuen Weg an. Kommt zu mir in die Wüste und lasst alles hinter euch. Wenn ihr aber durch eure Umstände gezwungen seid, doch wieder Teil des Systems zu werden, dann lasst euch von ihm nicht korrumpieren. Haltet eure Hände sauber, bleibt fair und ehrlich.

Denn Gott hat Seine Axt bereits an die Wurzel des Weltsystems gelegt. Er kommt, um all das niederzureißen und eine ganz neue Welt aufzurichten. Der wahre König steht vor der Türe und ist bereit, Seine Herrschaft anzutreten. Er wird keinen Stein auf dem anderen lassen und alles umkrempeln.

Verbündet euch nicht mit dem jetzigen System, denn es ist dem Untergang geweiht.

So in etwa kann man sich also die Predigt des Täufers vorstellen. Kein Wunder, dass er den Herrschenden ein Dorn im Auge war und am Ende blutig den Preis bezahlte.

Doch Johannes war nicht radikaler als Jesus. Er war auch nicht radikaler als Petrus, Jakobus, Johannes, all die anderen Apostel bis hin zu Paulus. Sie alle predigten das Evangelium des Reiches Gottes. Ihnen lagen allein Gott und Sein Reich am Herzen.

Im ersten Jahrhundert Christ zu sein, war deshalb enorm gefährlich. Man galt als Revolutionär, als Störenfried, als Feind der bestehenden Ordnung. Und tatsächlich trafen die Feinde des Christentums hier den Nagel auf den Kopf. Denn die junge Gemeinde sagte nichts anderes als: „Caesar ist nicht König der Welt. Caesar ist nicht Gott! Der wahre König steht vor der Türe und Er wird Caesar stürzen. Er wird ein ganz neues System etablieren. Gott schafft sich jetzt schon ein neues Volk, ein Volk, das seine Loyalität nicht an Rom und nicht an den Kaiser bindet. Wir sind ein Volk, das nur einen König hat: Jesus aus Nazareth, der unter Pontius Pilatus gekreuzigt wurde – und auferstand! Dieser Jesus regiert jetzt. Die Macht des Kaisers hat ihre Grenzen, die Macht des wahren Regenten endet nirgendwo und niemals.“

Um das Evangelium des Reiches Gottes soll es in diesem Blog gehen. Ich werde versuchen, die Geschichte Gottes mit der Welt neu aufzurollen und zu zeigen, dass es Gott immer schon darum ging, Seinem Reich auf dieser Welt zum Durchbruch zu verhelfen. Ich werde zeigen, was das Reich Gottes nicht ist – und was es ist. Ich hoffe, dass ich mit dieser Arbeit viele Menschen zu den Wurzeln des Glaubens zurückführen kann und eine ganz neue Sehnsucht in ihnen wecke, der Radikalität der Botschaft des Reiches Gottes und ihres Repräsentanten, Jesus, dem wahren König zu folgen.

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