Das Sprengkraft-Evangelium

Die frühen Apostel rissen ihre Umwelt mit ihrer Predigt und ihrem Lebensstil auseinander. Sie wurden angetrieben von einem Evangelium, das Sprengkraft in sich trug. Sie verliessen alles, um Jesus nachzufolgen und um für Sein Reich zu leben. Ihre Hingebung war bedingungslos. Ihr Evangelium stellte die bekannte Welt auf den Kopf. Der Status-Quo wurde untergraben – egal, wo das Evangelium gepredigt wurde, erzitterten die Säulen der Macht. Es war revolutionär und subversiv. Jeder, der es predigte, befand sich umgehend in Lebensgefahr.

Die Mächtigen in Staat, Wirtschaft und Religion hassten dieses Evangelium. Sie liessen Johannes den Täufer enthaupten. Sie liessen Jesus kreuzigen. Petrus wurde ins Gefängnis geworfen. Stephanus wurde gesteinigt. Paulus wurde getötet. Es rief Aufruhr hervor und provozierte Missverständnisse. Es brachte Trennung und Streit – auch in Familien und unter Freunden.

Dieses Evangelium brachte Verfolgung mit sich. Und das ist bis heute so. Wo das Evangelium in seiner Radikalität vertreten wird, gibt es gesellschaftlichen Gegenwind. Die Aussage „Jesus ist König“ entzieht aller weltlichen Machtanmaßung ihre Grundlage.

Wenn man Christus als den König der Welt ausruft, wird man ein Echo der Anfeindung erleben.

Paulus ging mit leeren Händen in Dörfer und Städte, die nichts von Gott wussten. Doch das Evangelium war so kraftvoll, dass heidnische Menschen ihr Leben um 180° änderten, ihre Götter niederrissen, dem herrschenden System entgegentraten und ihre ganze Treue Jesus von Nazareth, dem wahren König der Welt, schworen. Dieses Evangelium wird heute weltweite wiederentdeckt und gepredigt.

Christ im ersten Jahrhundert zu sein, konnte angsteinflössend sein. Man galt als Revolutionär, als Feind des Staates, als Gegner der herrschenden Umstände. Christen waren eine Bedrohung der mächtigen Eliten.

Das Evangelium des Königreiches Gottes ist ein Evangelium der spirituellen Gewalt. Es erschüttert Menschen und Nationen im Mark. Es ist anziehend und/oder abstossend. Es fordert zu einer Stellungnahme heraus. Man kann ihm nicht neutral gegenübertreten. Es ist entweder wahr und fordert alles von einem. Oder es ist eine Lüge und muss dringend bekämpft werden.

Es kommt entweder von ganz oben oder von ganz unten.

Es kämpft nicht mit den Waffen dieser Welt, sondern mit geistlichen Waffen gegen geistliche Mächte; nicht gegen Menschen und niemals mit körperlicher Gewalt!

Das Evangelium der jungen Kirche klang für den Staat nach Hochverrat. Es forderte Gehorsam gegenüber dem wahren König der Welt, dem auferstandenen Messias der Juden, und bestritt die Göttlichkeit und Autorität des Kaisers.

Die Rückkehr zu diesem Sprengkraft-Evangelium wird das moderne Christentum wieder stärker, kraftvoller und durchschlagender machen.

Es wird die Menschen in ihrem Innersten mit sich selbst konfrontieren und den Glauben in den Alltag bringen. Es wird junge Leute anspornen, sich ganz in den Dienst Gottes zu stellen und die Welt verändern. Es wird die Abenteuerlust von Männern und Frauen wecken, die bisher Ungeahntes wagen werden.

Es wird ein Stachel im Fleisch der Gesellschaft sein, ein Aufschrei für Gerechtigkeit, Mitgefühl, Gottesfurcht und Nächstenliebe. Menschen werden umkehren und rufen: „Jesus ist König! Er regiert! Er steht über allem!“

Sein Reich ist schon angebrochen. Man kann in diesem Reich leben! Schon heute! Man kann Bürger dieses Reiches sein. Jetzt!

Ein Nachfolger Jesu ist ein Königreichs-Mensch, ein Mensch mit neuem Pass, mit neuer Identität, mit neuer Lebensweise, mit neuer Wirkmächtigkeit — oder mit den Worten Paulus: eine neue Kreatur!

Diese Wahrheit wird von den Dächern der Städte und Dörfer verkündet werden überall, wo man das Evangelium des Königreiches Gottes predigt.

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