Die ursprüngliche Botschaft

Da ich das Evangelium des Reiches Gottes in den ersten Jahren meines Glaubens nicht richtig gehört oder verstanden habe, ergab vieles einfach keinen Sinn. Ich ging davon aus, dass es im Leben darum ging, sich richtig zu entscheiden und nach dem Tod in den Himmel zu kommen. Einige Fragen quälten mich deshalb unaufhörlich: Wenn es nur darum geht, dass Menschen in den Himmel kommen, wieso musste dann all das Leid auf der Welt sein? Gott wusste doch, wer sich richtig entscheiden würde. Hätte Er diese Menschen nicht direkt in den Himmel holen können ohne den Umweg über die Erde? Wieso sollen wir Verantwortung für die Erde übernehmen, wenn wir am Ende im Himmel die Ewigkeit verbringen?

Es hat lange gedauert, bis ich es begriffen habe – ich bin halt auch ein langsamer Lerner. Es geht gar nicht darum, in den Himmel zu kommen. Gottes Plan war es schon immer, dass der Himmel die Erde einnimmt. „Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auch auf Erden…“ Gott will Himmel und Erde vereinen – und zwar hier unten, mitten in der Welt.

Wenn man die ganze Bibel liest, erschließt sich diese Wahrheit. Es ist ein roter Faden durch die ganze Menschheitsgeschichte. Gott bringt Sein Reich auf die Erde!

Dazu müssen wir nur die älteste Verkündigung heranziehen. Die Gelehrten sind sich hier einig. Im 1.Korinterbrief, Kapitel 15, findet sich die ursprünglichste Botschaft der jungen Christengemeinde. Sie steht in den Versen 1-7 und 20-28, unterbrochen von einer kleinen Abschweifung des Apostels Paulus. Paulus betont, dass er uns nur das weitergibt, was er selbst empfangen hat. Das heißt: Dies ist eine urchristliche Wahrheit und keine besondere Offenbarung, die nur ihm zu Teil wurde.

1 Ich erinnere euch aber, Brüder und Schwestern, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, 2 durch das ihr auch selig werdet, wenn ihr’s so festhaltet, wie ich es euch verkündigt habe; es sei denn, dass ihr’s umsonst geglaubt hättet.

Denn als Erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; 4 und dass er begraben worden ist; und dass er auferweckt worden ist am dritten Tage nach der Schrift; 5 und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen. 6 Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. 7 Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln.

20 Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. 21 Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. 22 Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden. 23 Ein jeder aber in der für ihn bestimmten Ordnung: als Erstling Christus; danach die Christus angehören, wenn er kommen wird; 24 danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, nachdem er vernichtet hat alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt. 25 Denn er muss herrschen, bis Gott »alle Feinde unter seine Füße gelegt hat« (Psalm 110,1). 26 Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod. 27 Denn »alles hat er unter seine Füße getan« (Psalm 8,7). Wenn es aber heißt, alles sei ihm unterworfen, so ist offenbar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. 28 Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, auf dass Gott sei alles in allem.

Fassen wir kurz zusammen, was die Urchristen verkündeten:

  • Jesus starb für unsere Sünden.
  • Er wurde begraben.
  • Er wurde am dritten Tag auferweckt.
  • Dies war in der Schrift so angekündigt worden.
  • Er wurde von den Aposteln und von vielen noch lebenden Zeugen gesehen.
  • Es wird eine Auferstehung der Toten geben.
  • Jesus wird wiederkommen.
  • Er wird alle Mächte und Systeme vernichten.
  • Nur das Reich Gottes wird ewig bestehen.
  • Jesus wird dem Vater im Himmel die Macht zurückgeben am Ende der Zeiten.

Eine kurze Beobachtung: Es geht um eine riesige Geschichte, in die wir mit hineingenommen sind! Von Anfang an (Adam) bis zum Ende (Wiederkehr Christi) hat Gott einen großartigen Plan.

Die Kirche ist in diesem Heilsplan die Fortsetzung der Geschichte Israels. Alles wird vernichtet, alle Systeme haben ein Ende, nur das Reich Gottes ist ewig. Was nützt es uns dann, dass wir uns an weltliche Systeme klammern, als würden sie unser Leben retten oder bewahren?

Wir sind hineingenommen in diese atemberaubende Geschichte Gottes und dürfen teilhaben. Ist das nicht großartig?!

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