Zwei Zeichen des Königreiches Gottes

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Eigentlich ist es ganz einfach – aber deshalb ist es noch nicht unbedingt leicht. Das ist einer jener Sätze, den ich mir immer wieder sagen muss.

Ja, die Sache ist ganz einfach, auch die Sache mit dem Königreich Gottes. Irgendwie darf ich Teil dieses Königreiches sein. Das habe ich mir weder verdient noch habe ich irgendetwas an mir, das mich dafür tauglich gemacht hätte. Es bleibt mir ein Rätsel, wieso ich ein Kind des Königs sein darf – und wieso andere auf das Angebot Gottes (bis jetzt) nicht eingehen.

Es ist tatsächlich ganz einfach. Gott hat nicht nur mir das Geschenk gemacht, in Seinem Königreich schon jetzt mit-leben und mit-regieren zu dürfen, sondern auch ganz vielen anderen. So ist das einfach. Aber das macht es eben auch nicht ganz leicht.

Es ist nämlich so, dass viele Königskinder, denen ich bis jetzt begegnet bin, ganz anders sind als ich. Sie denken anders, sie handeln teilweise anders, sie reden anders. Manche kleiden sich anders, manche benehmen sich anders, manche hören ganz seltsame Musik… Manche tanzen im Gottesdienst und manche sitzen steif in ihren Stühlen. Es soll sogar welche geben, die beim Beten knien oder die Hände in die Luft werfen. Manchen beten laut, manche schreien, manche rennen mit Fahnen herum.

Was es aber am Schwierigsten macht, ist, dass einige meine Meinung in bestimmten Angelegenheiten nicht teilen. Sie behaupten sogar, für ihre Meinung gute Argumente und teilweise sogar Bibelstellen zu haben.

Wie gehe ich nun als Bürger des Königreiches Gottes damit um, dass es offensichtlich Menschen gibt, die sich in gewissen Belangen irren?

Schließlich hat Jesus doch gesagt: „An der Wahrheit wird die Welt euch erkennen…“

Ach, nein? Das hat Er nicht gesagt?

„Daran wird euch die Welt erkennen, dass ihr recht habt…“

Nein? Auch das hat Er nicht gesagt?

Was sagte Er denn dann?

Johannes 13,35: Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.

An unserer Liebe erkennen ALLE, dass wir Seine Jünger sind. Und zwar nicht an unserer Liebe zur Schöpfung oder zur Gerechtigkeit oder zu irgendeinem Thema, sondern an der Liebe untereinander. An der Liebe zu meinen Mitchristen!

Und Er sagte noch etwas:

Johannes 17,21: Ich bete darum, dass sie alle eins sind – sie in uns, so wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin. Dann wird die Welt glauben, dass du mich gesandt hast.

Wenn wir untereinander eins sind, wird die Welt glauben, dass Jesus der Gesandte Gottes ist!

An unserer gegenseitigen Liebe und an unserer Einheit erkennt die Welt, mit wem sie es zu tun hat – nämlich mit dem lebendigen Gott, der durch Seine Kinder Sein Reich in der Welt baut.

Ein Blick in die Kirchengeschichte genügt, um zu erkennen, dass die Christenheit es mit den zwei Anliegen Jesu vermasselt hat.

Es ist nämlich ganz leicht, eine Gemeinde zu verlassen oder eine Kirche zu spalten. Das geschieht seit 2000 Jahren. Es gibt Mutmaßungen, dass es heute ca. 30.000 protestantische Denominationen weltweit gibt.

Alleine in der Schweiz gibt es unter protestantischen Kirchen: die evangelisch-reformierte Kirche, die Evangelisch-methodistische-Kirche, die Vineyard, die Pfingstmission, die Hausgemeindebewegung, das ICF, die Chrischona, die Heilsarmee, die Baptisten, die Mennoniten usw. usw.

Daneben gibt es noch die römisch-katholische Kirche, die christkatholische Kirche, die altkatholische Kirche, die christlich-orthodoxen Kirchen, die Kopten, usw. usw.

Von Einheit ist da wenig zu spüren. Und von Liebe?

Auch in der Kirche, der ich zugetan bin, gibt es Menschen, die zu gewissen Themen eine Meinung haben, die ich nicht teile. Momentan steht sogar eine Spaltung im Raum.

Wie gehe ich nun damit um? Es ist eigentlich ganz einfach: Ich rede mit ihnen. Ich höre zu. Ich teile meinen Standpunkt und bin bereit, ihren Standpunkt zu prüfen. Ich verdamme sie nicht für ihre Meinung und ich brandmarke sie nicht als Irrlehrer oder ähnliches.

Ich anerkenne, dass sie genauso unverdient in das Königreich Gottes versetzt wurden wie ich. Ich anerkenne, dass sie von Gott genauso geliebt und angenommen sind wie ich. Ich anerkenne, dass auch sie Gott ihrerseits zurück-lieben!

Solange sie ein paar Fundamente mit mir teilen, ist alles andere Nebensächlich. Zu diesen Fundamenten gehört für mich nur:

Jesus Christus ist wahrer Gott und wahrer Mensch.

Er starb am Kreuz, um die Trennung von Gott aufzuheben (die Sünde).

Jesus auferstand leibhaftig.

Die Bibel bildet die Richtschnur, nach der wir unseren Glauben und unser Leben ausrichten. Sie ist göttlich inspiriert.

Es ist nicht ganz leicht, aber ich muss es gestehen: Ich bin nicht fehlerlos. Ich kann mich irren. Ja, tatsächlich. Vielleicht ist mein Standpunkt ja falsch und ich brauche Berichtigung. Vielleicht irrt sich gar nicht der andere, sondern ich. Vielleicht kann ich noch etwas lernen.

Denn, wenn ich ehrlich bin, muss ich erkennen, dass ich heute manche Dinge, die ich noch vor wenigen Jahren glaubte, nicht mehr vertreten kann. Ich wurde eines Besseren belehrt. Ich durfte wachsen.

Deshalb kämpfe ich gegen den Versuch der Spaltung.  

Und das obwohl Jesus sagte: „An euren Streitigkeiten und Spaltungen wird die Welt erkennen, dass ich von Gott gesandt wurde…“

Ach? Nein? Das hat Er gar nicht gesagt?

Was hat Er denn dann gesagt?

Johannes 17,21: Ich bete darum, dass sie alle eins sind – sie in uns, so wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin. Dann wird die Welt glauben, dass du mich gesandt hast.

Johannes 13,35: Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.

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