Das normale Christenleben

Watchman Nee war ein außergewöhnlicher Mann. Er führte ein Leben, das er vorbehaltlos Gott zur Verfügung stellte. So wurde er weltweit bekannt und zum Segen für viele Einwohner des Königreiches Gottes. 1972 starb er im Gefängnis der chinesischen Kommunisten im Alter von 69 Jahren.

In seinem bahnbrechenden Buch „das normale Christenleben“ schreibt er:

„Was ist das: ein normales Christenleben? Es ist gut, sich gleich von vornherein diese Frage zu stellen. In der folgenden Betrachtung wollen wir zeigen, dass es sich durchaus von dem Leben des durchschnittlichen Christen unterscheidet. Tatsächlich drängt sich uns beim Lesen des geschriebenen Wortes Gottes – etwa der Bergpredigt – die Frage auf, ob ein solches Leben überhaupt je auf Erden gelebt wurde außer von dem Sohn Gottes selbst. Aber gerade diese Einschränkung enthält bereits die Antwort auf unsere Frage.

In Galater 2,20 gibt uns der Apostel Paulus seine Definition eines Christenlebens: „Nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir.“ Er beschreibt damit nichts Außergewöhnliches oder Eigenartiges im Sinne eines besonders hochentwickelten Christenlebens, sondern vielmehr Gottes Norm für den Christen schlechthin, die kurz gefasst so lautet: Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt sein Leben in mir.

Gott macht es in seinem Wort ganz klar, dass er auf jedes menschliche Problem nur eine Antwort hat: seinen Sohn Jesus Christus. All sein Handeln an uns besteht darin, dass er uns beseitigt und Christus an unsere Stelle setzt. Der Sohn Gottes starb an unserer Statt, damit wir Vergebung erlangten. Er lebt an unserer Statt, damit wir befreit werden. So können wir von einer zweifachen Stellvertretung sprechen: sein stellvertretender Tod am Kreuz, der uns Vergebung erwirkt, und sein stellvertretendes Leben in uns, das uns den Sieg verschafft. Es wird uns eine große Hilfe sein und uns von mancher Verirrung bewahren, wenn wir uns beständig vor Augen halten, dass Gott alle unsere Fragen nur auf eine einzige Art und Weise beantwortet, nämlich, indem er uns mehr von seinem Sohn zeigt.“

Oh, wie sehr wünsche ich mir mehr von dieser Erkenntnis und mehr von dieser Gewissheit: Christus lebt Sein Leben in mir und durch mich! Mein Ego muss abnehmen und Er muss zunehmen in mir. Nur durch Christus, der Sein Leben durch mich hindurch erblühen lässt, werde ich wahrhaft frei.

Nun lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir.

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