Zu den Anfängen und Prinzipien, Teil 2

Wir finden in der Bibel noch eine zweite Schöpfungserzählung. Sie führt uns in einen Garten. Auch sie beleuchtet, dass Gott der Schöpfer der Welt ist und dass alles seine Ordnung hat.

Auch in dieser zweiten Erzählung macht der Autor deutlich, dass Gott völlig mühelos Dinge schuf. Es wird auch diesmal klar, dass alles seinen Platz hat und dass es ein friedliches Miteinander der Kreaturen gab. Und ganz besonders deutlich stellte sich heraus, dass der Mensch in einer Verantwortung vor Gott steht.

Allerdings wird auch ein neues Konzept eingeführt – und zwar die Grenze! Gott sagte dem Menschen, ADAM, dass er sich vom ganzen Garten ernähren darf, dass es aber einen einzigen Baum gibt, der für ihn tabu sein soll; den „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“. Der Mensch darf nicht einfach machen, was ihm in den Sinn kommt. Es gibt Grenzen seiner Freiheit. Sein Herrschaftsauftrag darf nicht zur Willkür werden. Er muss in einem gesunden Rahmen bleiben. Was gut ist und was nicht gut ist, das darf nicht er bestimmen, sondern Gott allein. Denn Gott weiß einfach Dinge, die wir nicht wissen.

Die Erkenntnis von Gut und Böse hat übrigens nicht mit dem menschlichen Drang nach Wissen und Fortschritt zu tun, wie manche Theologen fälschlich behauptet haben. Nein. Gott wollte von Anfang an, dass der Mensch nach Wissen strebt. Deshalb gab Er ihm ja auch den Auftrag, die Tiere zu beobachten und zu benennen.

Kannst du dir vorstellen, wie herausfordernd das ist, wenn man alle Tiere der Welt erforschen und kategorisieren soll? Dazu braucht man schon sehr viel Neugier, Interesse und ein starkes Verständnis für Ähnlichkeiten.

Ich las mal, wie einer sagte: „Am Anfang hatte Adam sicher noch sehr viel Spaß und war sehr kreativ. Er nannte die Tiere Hippopotamus oder Giraffe, Nachtschatteneule und Pavian. Aber als immer mehr Tiere kamen und er immer müder wurde, da verleidete ihm das Ganze und er nannte die Tiere nur noch: Hund, Kuh usw…“

Ich finde das lustig.

Was ich weniger lustig finde, ist, dass viele Menschen sich immer wieder mit dem „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“ befasst haben und befassen. Aber kaum jemand spricht über den „Baum des ewigen Lebens“.

Im Garten, wo der Mensch wohnen durfte und wo er im Überfluss lebte und arbeitete, da befand sich ja nicht nur der eine Baum. Nein. Gott hat ja extra noch einen Baum gepflanzt, der dem Menschen ewiges Leben (ein Leben von göttlicher Qualität!) geschenkt hätte. Der Mensch hätte von diesem essen sollen! Dafür war der Baum da!!! Das war wohl der Plan von Anfang an. Aber der Mensch tat dies nicht.

Er hatte im Garten alles, was er brauchte. Er hätte sogar noch viel mehr bekommen, wenn er zugegriffen hätte. Der Mensch jedoch gab sich nicht mit dem Überfluss zufrieden – er wollte noch mehr!

Schade eigentlich.

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Josef Villiger sagt:

    Tia, die Guten. Wir hätten sicher zuerst vom Baum des Lebens genascht:-) Oder vom Baum des Lebens und anschliessend vom anderen essen? Spannend finde ich, dass Gott anschliessend sagt, dass es wichtig ist den Baum des Lebens nicht mehr zugänglich zu machen, damit sie nicht im gefallenen Zustand ewig leben.

    Liken

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