Spätestens rechtzeitig

Es gibt Zeiten im Leben eines Christen, da fühlt sich Gott sehr nahe an. Man weiß sich geführt, geborgen und umsorgt. Das Gebet ist eine Freude und Kraftquelle, aus der man mit einer Selbstverständlichkeit schöpft, so als wäre es das Normalste auf der Welt. Auch Israel kannte solche Zeiten.

Es gibt aber auch Zeiten im Leben eines Christen, da fühlt sich Gott abwesend an. So als würde Er sich nicht mehr interessieren, als hätte Er sich abgewandt. Das Gebet wird schwerfällig und mühsam. Es kostet Kraft und scheint auf taube Ohren zu stoßen. Auch Israel kannte solche Zeiten.

400 Jahre war es her, seit Gott zuletzt durch einen wahren Propheten gesprochen hat. 400 Jahre des Schweigens Gottes musste das Volk des HERRN die Stille aushalten.

Doch dann kam Er!

Wie hätte es auch anders sein können?! Er musste kommen. Er hatte es schließlich versprochen und Gott hält Seine Versprechen immer. Zuerst fiel Sein Erscheinen irgendwelchen komischen Ausländern auf, auf die man in Israel nur verächtlich herabschaute; Sternkundler. Dann wurde es den Ärmsten am Rande der Gesellschaft verkündet; Hirten.

Gott hatte Sein Schweigen gebrochen. Er selbst war in die Welt eingetreten – als Mensch.

Der Skandal von Weihnachten ist perfekt. Gott kommt als Mensch in die Welt.

Noch heute begegnen mir Menschen (auch Christen), die nicht genau wissen, wie gewaltig diese Aussage ist. Der da in der Krippe liegt, umsorgt von Mutter und Stiefvater, gewickelt in Windeln und auf die Zuwendung von Menschen angewiesen – ist GOTT!

Gott ist Mensch geworden.

Er hat sich nicht als Mensch verkleidet. Er IST Mensch.

Jesus war nicht ein besonders guter Mensch, der irgendwann nach dem Tod und der Auferstehung für Sein Leben ausgezeichnet wurde, indem Er in einen göttlichen Status emporgehoben wurde. Er war von Ewigkeit her bei Gott und eins mit Gott.

Das Kind in der Krippe ist das Wort Gottes, der Sohn Gottes, Gott in Person. Wann immer wir eine Krippe anschauen und das süße Kind in Stroh gehüllt sehen, erinnern wir uns an diese Wahrheit.

Das Weihnachtslied „Mary, did you know?“ bringt diesen Sachverhalt auf den Punkt:

Maria, wusstest du, dass dein Baby
eines Tages auf dem Wasser laufen würde?

Maria, wusstest du, dass dein Baby
unsere Söhne und Töchter retten würde?

Wussten Sie, dass dein Baby
gekommen ist, um dich neu zu machen?
Dieses Kind, das du geboren hast, wird dich bald befreien
Maria, wusstest du, dass dein Baby
einem Blinden das Augenlicht schenken würde?

Maria, wusstest du, dass dein Baby
den Sturm mit seiner Hand beruhigen würde?

Wusstest du, dass dein Baby
auf den Pfaden der Engel gegangen war?

Wenn du dein kleines Baby küsst
dann küsst du das Gesicht Gottes!

Maria, wusstest du es?

Die Blinden werden sehen, die Gehörlosen werden hören.
Die Toten werden wieder leben.
Die Lahmen werden springen, die Stummen werden
das Lob des Lammes singen.

Maria, wusstest du, dass dein Baby
der Herr aller Schöpfung ist?

Maria, wusstest du, dass dein Baby
eines Tages die Nationen regieren würde?

Wusstest du, dass dein Baby
das perfekte Lamm des Himmels ist?

Das schlafende Kind, das du in Armen hältst,
ist der Große ICH-BIN.

Maria, wusstest du es?


400 Jahre des Schweigens – doch dann kam der Durchbruch Gottes in die Welt.

Vielleicht bist auch du gerade in einer Advents-Phase, wo Gott scheinbar schweigt und sich nicht bewegt. Dann sei gewiss: Er kommt. Er ist schon auf dem Weg. Er wird in deinem Leben durchbrechen und zwar spätestens rechtzeitig.

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