Der Arzt

„Ich bin JHWH, dein Arzt.“

So stellt sich Gott bei Seinem Bundesschluss mit Israel vor, nachdem Er es aus der Sklaverei befreit hat.

Yahweh Rapha. Ich bin der HERR, dein Arzt.

Wenn sich Gott so vorstellt, dann ist das nicht so, als würde sich ein Mensch einem anderen vorstellen. „Hallo, ich bin der Guntram…“ Nein. Wenn Gott sich mit einem Seiner Namen vorstellt, dann ist das eine Selbstoffenbarung. Vom Namen Guntram können wir nicht darauf schließen, was für ein Mensch hinter ihm steht. Aber wenn Gott sagt: „Ich bin JHWH, dein Arzt“, dann erfahren wir etwas von Seinem Innersten. Er zeigt uns eines Seiner Merkmale, eine Charaktereigenschaft.

Gott ist der Arzt.

Was aber macht einen Arzt aus? Natürlich, dass Er Krankheiten und Gebrechen heilen will. Ein Arzt, dessen höchstes Anliegen nicht die Heilung der Kranken ist, ist wie ein Schriftsteller, der nicht schreibt, oder ein Prediger, der nicht predigen will.

Gottes Wesen beinhaltet Seinen Wunsch und Seine Fähigkeit zur Heilung.

Durch das Alte Testament hindurch kommt diese Fähigkeit immer wieder blitzlichtartig zum Vorschein. Das Thema Heilung durchzieht die hebräische Bibel dabei wie ein kleiner Fluss.

Im Neuen Testament aber bricht sich das Thema Bahn. Aus einem Fluss wird eine Flut.

Als Jesus Seinen Auftrag proklamiert, zeigt Er, dass zu Seiner Sendung auch die Heilung von Kranken gehört.

Lukas 4, 18-19: »Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat und gesandt, zu verkündigen das Evangelium den Armen, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und die Zerschlagenen zu entlassen in die Freiheit und zu verkündigen das Gnadenjahr des Herrn.«

Als der Täufer fragen ließ, ob Jesus tatsächlich der Messias sei, beauftragte Jesus die Gesandten damit, Johannes zu berichten, was sie gesehen hatten.

Matth 11, 5-6: Blinde sehen, Gelähmte gehen, Aussätzige werden gesund, Taube hören, Tote stehen auf und den Armen wird die Gute Nachricht verkündet. Freuen darf sich, wer nicht an mir irrewird!

Jesus hat niemals einen Kranken zurückgewiesen.

Er hat bedingungslos geheilt.

Und auch bei den Aposteln ging es so weiter. Allein der Schatten des Petrus genügte, um Menschen zu heilen. Das Schweißtuch des Paulus ebenso.

Weiters sagte Paulus später, er sei nicht mit Worten gekommen, um die Menschen vom Evangelium zu überzeugen, sondern mit Kraft und Zeichen.

Gott ist der Arzt, der heilt.

Das tut Er auch heute noch, denn Er ist derselbe gestern, heute und morgen. Er hat sich nicht verändert. Sein Wesen hat sich nicht verändert.

Aber, so mag man jetzt einwenden, wie kommt es dann, dass wir so wenig Wunder und Zeichen und Heilungen erleben?

Darauf kann ich nur sagen, dass ich es nicht weiß.

Aber wir dürfen einen Fehler nicht machen: Wir dürfen unseren Mangel an Erfahrung nicht zu unserem Gradmesser für die Möglichkeiten Gottes machen.

Vielmehr müssen wir die Verheißungen und Versprechen Seines Wortes zum Gradmesser dessen machen, was wir von Ihm noch erleben möchten!

Die Bibel ist die Richtschnur – nicht unsere Mangelerfahrung.

Deshalb sollen und dürfen wir mutig beten.

Ach ja: zum Thema „beten um Heilung“ möchte ich noch kurz die Verantwortung ansprechen. Für was bist du als Beter verantwortlich und für was nicht.

  1. Du bist nicht für das Ergebnis des Gebets verantwortlich. Ob jemand geheilt wird oder nicht, liegt in Gottes Händen. Er trägt die Verantwortung – du nicht!
  2. Aber du bist dafür verantwortlich, dass der Kranke sich von dir angenommen, ernst genommen, wahrgenommen und geliebt fühlt – egal, wie das Ergebnis des Gebets ausschaut.

Und doch…

Ich bin krank. Mein Bewegungsradius beschränkt sich auf ein paar Meter in meiner Wohnung. Die Stiege zu benutzen ist zu anstrengend. Essen geht auch nicht mehr wirklich. Das Atmen fällt schwer.

Wo ist nun der Arzt?

Er ist da. Dessen bin ich mir sicher. Wird Er mich von diesem Krebsgeschwür heilen? Ich weiß es nicht.

Ich weiß aber, dass Er es kann.

Ich weiß aber auch, dass Seine Augen weiter sehen als meine. Und deshalb gebe ich mich in Seine Hände. Er ist der Therapeut.

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Ursula Fröhlich sagt:

    Atem Gottes, komm wirke unter uns. Mit diesem Liede segne ich dich mit Gottes Berührung in deinem Atmungssystem. Heiliger Geist durchflute die Lunge, giesse deine Kraft ins Immunsystem von Christian aus. Jesus ist das Leben, immer und immer und immer. Du und deine Familie steht unter dem Blutschutz Jesu Christi, nichts anderes, ich bete für diese Nacht um tiefsten übernatürlichen Frieden. dass du in den Armen deines himmlischen Vaters schlafen kannst. amen, amen, amen

    Liken

  2. Hans Eschler sagt:

    Lieber Christian, deine Beiträge sind so echt, dass sie für die Jüngerschaft von Jesus zur echten hilfe und Stärkung dienen. Der Herr, dein Gott ist mit dir. Herzlich grüsst Hans

    Liken

  3. Janet Züllig sagt:

    Dear Christian,
    I greet you with love, appreciation and respect! Your contributions to Das Königreich Gottes allow us to in part at least follow your thoughts and beliefs….and we can feel close to you. They are consoling and uplifting. Yes, you are truly a shepherd, teacher and friend. Thank you for sharing this with us, your congregation! On the first page of my Bible I wrote down Rom. 14,8 „I am not my own. I belong to Jesus, in life and in death.“ We are His own, and He is with us always. May you and the family be blessed! Ruth Hablützel also asks me to greet you and bring you her blessings.
    I wish I could give you a hug and let you know how much you mean to us all!
    Janet Züllig

    Liken

  4. Karin Koller sagt:

    Lieber Christian
    Ich finde es sehr mutig, wie du deine Gedanken in diesem blog an uns weiter gibts.Es schmerzt mich zwar sehr, wenn ich mitbekomme, welches Leiden du auf dich nehmen musst. So bist du uns allen irgendwie doch nahe .Ich wünsche dir und den Deinen weiterhin Gottes Unterstützung in Allem. Ich habe gerade das Buch: der unterschätzte Gott gelesen.Sehr ermutigend….
    Seid gesegnet und aus der Ferne umarmt.
    Herzliche Grüsse
    Karin

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s