Von Tränen

Gottes Offenbarungen sind erstaunlich – und das eigentlich immer. Darauf hat mich neulich ein lieber Freund hingewiesen, als er mir seine Einsichten zum 21. Kapitel des letzten Buches der Bibel mitteilte.

Dort wird dem Seher ein unfassbarer in die neue Welt gewährt, die am Ende der Zeiten nach dem Gericht anbrechen wird. Er schaut darin ein bildgewaltiges, überwältigendes, monumentales, kosmisches Ereignis von majestätischer Schönheit und beeindruckender Herrlichkeit. Das Neue Jerusalem kommt auf die Welt herunter. Die Hütte Gottes, in der Gott für alle Zeiten unter Seinem Volk leben will, wird sichtbar.

Offb 21,1-4: Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen…

Mitten hinein in die Schilderung des größten Aktes, auf den wir hoffen können, nämlich der Vereinigung von Himmel und Erde unter der Königsherrschaft Gottes, mitten in eine Schauung der kosmischen Umwälzung steht: und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen.

Der Schöpfer des Universums, der gute und gerechte König, der Heilige und Makellose, das Alpha und Omega, der Anfang und das Ende, der Erhalter der sichtbaren und unsichtbaren Schöpfung… Er beugt sich herab zu uns, zu mir! Er wird abwischen alle meine Tränen!

Was für ein Gnadenakt!

Was für eine unverdiente Zuwendung!

Was für eine Liebe!

Dass Er mir die Tränen abwischen wird, heißt auch: Gott nimmt meine Tränen ernst. Ich werde nicht einfach sterben und dann „Schwamm drüber“, als wäre nie etwas gewesen. Nein. Ich nehme meine Tränen quasi mit in die Ewigkeit und dort werden sie behutsam und zärtlich abgewischt. Und dann erst heißt es:

Offb 21,4b-5: und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.5 Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu!

Wie gut, dass wir diesen Gott kennen und dass Er uns kennt.

Wie gut, dass wir wissen, dass Er für uns ist.

Das erinnert mich auch an Psalm 147. Dort wird die Größe, Herrlichkeit und Stärke Gottes besungen. Er hat alles in der Hand. Er regiert. Er ist König. Er allein ist heilig. Aber auch dort steht mitten in der Schilderung der Majestät Gottes der schier unfassbare Satz:

Psalm 147,3: Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.

Gott selbst heilt die zerbrochenen Herzen. Und Gott selbst verbindet die Wunden. Er säubert sie. Er reinigt sie. Er versorgt sie. Er nimmt sie nicht einfach weg – aber Er verbindet sie, damit sie heilen können.

Sagt mir: Wo sonst findet ihr so einen Gott?

Danke, HERR, dass Du unser Tröster, Versorger und Heiler bist.

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  1. Ich denke an Sie und bete (für Sie), mit Ihnen. Ihre Texte berühren mich tief!

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